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06.03.2026

KI im Unterricht: Das IB geht voran

Was brauchen Schülerinnen und Schüler wirklich, wenn Künstliche Intelligenz immer mehr übernimmt? Dieser Frage geht die International Baccalaureate Organization (IBO) sehr konkret nach. Am 26. Februar fand im Rahmen der IB Exchange Community Events ein Webinar mit dem Titel „Safeguarding Critical Thinking in the Age of AI" statt, zu dem Lehrkräfte aus IB-Schulen weltweit zusammenkamen.

Die Botschaft war eindeutig: Wissen allein reicht nicht. Was Schule schützen und stärken muss, sind Urteilsvermögen, Haltung und die Fähigkeit, Informationen einzuordnen. Kritisches Denken wurde dabei als erlernbare Fähigkeit beschrieben – mit zwei Seiten: Zu wenig davon macht Lernende leichtgläubig, zu viel führt zu Misstrauen. Das Ziel ist eine gesunde Mitte – wach, aber offen.

Unter den vorgestellten digitalen Werkzeugen stach Kialo Edu besonders hervor. Das Tool unterstützt strukturierte Debatten und macht das Denken der Schülerinnen und Schüler sichtbar: Argumente müssen formuliert, belegt und gegeneinander abgewogen werden. Genau das ist es, was KI nicht übernehmen kann – und was Schule deshalb ganz bewusst einfordern sollte.

Im Webinar-Chat meldeten sich Lehrkräfte aus IB-Schulen weltweit zu Wort und berichteten, was in der Praxis gut funktioniert. Besonders beeindruckt hat uns ein Beitrag: Eine Lehrerin oder ein Lehrer geht in die Klasse und zeigt ganz offen, wie er oder sie KI bei der Unterrichtsplanung einsetzt – und wo bewusst darauf verzichtet wurde und warum. Im Englischen nennt man das „to model this". Eine einfache, aber wirkungsvolle Art, Schülerinnen und Schülern das Wichtigste beizubringen: wofür setze ich KI ein – und wo muss ich selbst denken.

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