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SCHULEN IN GROßBRITANNIEN / Frage & Antwort
"Frage und Antwort" ... Häufig gestellte Fragen

Welche Abschlüsse gibt es in Großbritannien?

  • Die A-Levels (1- oder 2-jähriger Aufenthalt): der traditionelle britische Schulabschluss, entspricht unserem Abitur. Bei der richtigen Fächerwahl wird der Abschluss in Deutschland anerkannt - als fachgebundene Hochschulreife (nicht zu verwechseln mit der Fachhochschulreife!). Das Richtige für alle, die bereits wissen, wo ihre Begabungen liegen und diese gezielt fördern möchten.
  • Das International Baccalaureate (IB, 2 Jahre): ein international anerkannter Abschluss, der weltweit sehr angesehen ist. Aus sechs Fächergruppen wählt man drei Fächer als Higher, drei als Standard Level. Das IB wird in Deutschland (auch hier die richtige Fächerkombination vorausgesetzt) als allgemeine Hochschulreife anerkannt. Ein anspruchsvolles Programm für Allrounder.
  • Das GCSE (General Certificate of Secondary Education) entspricht unserer Mittleren Reife bzw. der Sekundarstufe I. Die Prüfungen (5-10 Fächer aus allen Bereichen) werden am Ende der 10. Klasse (Achtung - in Großbritannien heißt diese "Year 11") abgenommen und sind die Voraussetzung für das Vorrücken in die Oberstufe ("Year 12" und "Year 13").
Werden die in Großbritannien erworbenen Schulabschlüsse in Deutschland anerkannt?
  • Ja, vorausgesetzt, die richtige Fächerkombination wurde gewählt (siehe oben). Über die neuesten Bestimmungen informieren wir Sie gerne. Die Anerkennung ist sowohl für die Mittlere Reife als auch für das Abitur möglich. Seit dem 1. Januar 2007 liegt die Zuständigkeit für die Anerkennung von ausländischen Bildungsnachweisen bei den Hochschulen, und nicht mehr wie bisher bei den Zeugnisanerkennungsstellen der Bundesländer. In der Praxis gibt es aber einige Abweichungen: So haben die bayerischen Universitäten vereinbart, die Anerkennung nach wie vor über die Zeugnisanerkennungsstelle in München vornehmen zu lassen. Ähnliche Ausnahmen gibt es auch in anderen Bundesländern, so dass es kein einheitliches Verfahren für die Anerkennung mehr gibt. Bitte sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen hier gern weiter.
Was kosten die Beratung und der Internatsaufenthalt?
  • Die Erstberatung - ob persönlich oder telefonisch - ist kostenlos. Nachdem wir Ihr Kind bei geeigneten Schulen vorgestellt haben, fällt eine einmalige Beratungsgebühr in Höhe von Euro 238,- (inkl. MwSt.) an. Darüber hinaus entstehen Ihnen für die Vermittlung des Internatsplatzes keine Kosten. Die Internate kosten pro Term zwischen 5.000 und 10.000 britische Pfund (für Unterricht, Unterkunft, Verpflegung und die meisten Freizeitaktivitäten).

 

Weitere Informationen

Was Sie vielleicht auch wissen möchten

Autorität: Die Lehrer werden an den Boarding Schools mit Respekt behandelt - nicht weil sie autoritär sind, sondern weil sie Autorität ausstrahlen. Umgekehrt spüren die Schüler, dass man sie ernst nimmt, an ihrer akademischen und persönlichen Entwicklung interessiert ist.

Englischkenntnisse: Wenn vielleicht die Englischkenntnisse nicht ganz ausreichen, um direkt in den Schulalltag einzutauchen, bietet sich in den Sommerferien noch schnell ein Sprachkurs in einem unserer Internate an: Zwei Wochen Englischunterricht, dazu der Lieblingssport und eine Prise Hogwarts.

Essen: Nicht nur das typische "full breakfast" ist eine Frage des Geschmacks. Doch seit einigen Jahren bemühen sich die Schulen, auch kontinentaleuropäische Gaumen zufrieden zu stellen. Mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.

Guardian: Das Gesetz schreibt vor, dass ausländische Schüler unter 18 Jahren einen Guardian haben: Jemanden, der die Eltern vertritt, falls diese im Notfall nicht erreichbar sind. Der Guardian kann ein Freund oder Bekannter der Eltern in Großbritannien sein; es gibt aber auch professionelle Guardians.

Schulferien: Das Schuljahr beginnt im September und besteht aus Trimestern (3 Terms ergeben ein Schuljahr). Zwischen den Terms gibt es mehrwöchige Ferien (Weihnachts-, Oster- und Sommerferien), in der Mitte eines jeden Terms ist eine Woche frei ("half-term"). Die meisten Schulen haben zudem pro Trimester noch ein oder zwei verlängerte Wochenenden ("exeats").

Schuluniform: Für die unteren Klassen tagsüber vorgeschrieben, in der Oberstufe genügt oft ein "dress-code" - meist ein dunkler Hosenanzug oder ähnliches. Schmuck und Schminke sollten dezent sein.

Sorgen & Ängste: Die meisten Jugendlichen gewöhnen sich an das Internatsleben sehr schnell. Nur wenige haben Heimweh, denn dafür bleibt kaum Zeit neben Unterricht, "activities" und neuen Freunden. Und notfalls gibt es eine(n) einfühlsame(n) Housemaster/-mistress. Schwerer fällt die Trennung oft den Eltern. Ein Trost: Die Zeit bis zu den nächsten Ferien vergeht immer sehr schnell.

Tagesablauf: Er ist klar strukturiert. Morgens Chapel, Frühstück, Unterricht. Nach dem Lunch entweder Unterricht oder "games and activities", dann Dinner. Anschließend ist "prep-time" - Zeit für Hausaufgaben. Mehrmals täglich ein "roll call", die Anwesenheitskontrolle.

Teamgeist: Wohl kaum eine Nation meistert den Spagat zwischen Individualität und Teamgeist derart souverän wie die Briten. Auch Ihr Kind wird lernen ein Teamplayer zu sein - ohne seine Persönlichkeit aufzugeben.

Unter sich: Manche Jugendliche suchen zunächst vor allem Kontakt zu ihren deutschen Mitschülern, weil sie Hemmungen haben, Jugendliche aus anderen Ländern anzusprechen. Die Schulen versuchen gegenzusteuern: bei Sport und Spiel - und indem sie nur ein gewisses Kontingent an Deutschen aufnehmen.

Vorurteile: Einige halten sich hartnäckig - wider all unsere Erfahrung. Deutschen-Feindlichkeit auf der Insel? Jedenfalls nicht gegenüber unseren Schülern. Und auch der "Zickenterror" pubertierender Mädchen ist mehr Legende als Realität.

Zeugnisse: Nicht zweimal pro Jahr, sondern meist zweimal pro Term. Ihr Kind bekommt Noten, aber auch ausführliche Beurteilungen - über seine akademischen Fortschritte, seine Anstrengungen ("efforts") und sein Verhalten.